„Alle wollen in den Himmel“ (2025) – 102 Minuten Spieldauer (7.1/5.1/2.0) – Regie: Peter Horn
Ein bayerisches Märchen
Hörndl & Holzinger bringen ihren ersten Kinofilm heraus. Nach siebenjähriger Produktionszeit ist ein Werk voller feinsinniger Ideen entstanden.
Basierend auf wahren Episoden und einschneidenen Erlebnissen haben Hörndl&Holzinger eine fiktionale Erzählung geschaffen, die sich mit lakonischem Humor und beissender Ironie präsentiert.
Zu sehen sind Geschichten skuriller, alleinstehender Protagonisten, die sich im Laufe der Jahre eigenwillige Lebenswirklichkeiten eingerichtet haben:
So der gefeuerte bayrische Museumswärter Karl, ein Grantler, der dem nigerianischen Hausmeister Francis zunächst mit Argwohn begegnet.

Karl ist zeitlebens in seinen Jugendschwarm Lisa verliebt – unglücklich, versteht sich. Francis hat großen Ärger mit seiner von Kontrollsucht besessenen Chefin, der Schlossherrin Felicitas.

Frisch befreundet wollen die Beiden einander helfen: Vor allem Karls Liebe soll sich endlich erfüllen. Ungewollt lassen sich die Beiden dabei auf ein unerwartetes Abenteuer ein.

Denn Francis kulturelle Herkunft und dessen Glaube werden zum heißen Zündstoff für die Umgebung, während Karl sich immer tiefer für die afrikanische Spiritualität interessiert. Besonders die Leichtigkeit, mit der Francis den Wirren begegnet, zieht Karl in seinen Bann.

Als sich die Schwierigkeiten und Spannungen sich nur so auftürmen, kommen auch die bayrischen Wurzeln von Karl zur Geltung und entwickeln eine besondere Kraft.

